„Wann können Skater wieder in Laboe Fahrt aufnehmen?“

Wie soll das Gelände genutzt werden, auf dem ursprünglich das Gebäude I stand? Die Schule wünscht sich Parkflächen für die Lehrkräfte und einen Schulgarten. Foto Stoltenberg

 

 

Laboe (pst) Die Skaterbahn oder besser gesagt ihr Nichtvorhandensein erregte jüngst so manches Gemüt im Ausschuss für Bildung, Soziales, Kultur und Sport. Denn eigentlich hatten sich die Laboer gewünscht, dass die Anlage am Hafen mit dem Umfeld eingeweiht werden könnte.

Dass der Bereich jetzt begrünt wurde, lässt manchen befürchten, dass die Gemeinde „Gras über die Angelegenheit wachsen lassen will“. Diese Befürchtungen sind allerdings unbegründet. Weitere zentrale Themen in der Cafeteria der Grundschule war der Bericht von Schulleiterin Claudia Telli und der Leiterin der Gemeindebücherei, Renate Bast-Christ. Dass die bisherigen Versuche, endlich auf der Skaterbahn wieder Fahrt aufnehmen zu können, sozusagen suboptimal gelaufen sind, gab auch Laboes 1. Stellvertretende Bürgermeisterin Wiebke Eschenlauer zu. Zuletzt hatte Bürgermeister Walter Riecken angekündigt, dass nach Aufbringen einer speziellen Betonschicht die Skaterbahn endlich aufgebaut werden könne. Hierfür könnten allerdings noch einige Monate ins Land gehen, da die neue Betonschicht trocknen müsste. Nun habe sich aber heraus gestellt, so Wiebke Eschenlauer, dass die alte Betonschicht unter der neu geplanten wortwörtlich alles andere als tragbar sei und entfernt werden müsse. Aber man habe garantiert nicht vor, „Gras über die Sache wachsen zu lassen“. Das Gras sei für die Eröffnung angepflanzt worden. Derzeit sei man in Zusammenarbeit mit Fachleuten damit beschäftigt, Kosten und Möglichkeiten für die Skaterbahn unter den neuen Bedingungen auszuloten. Will heißen: Irgendwann hat auch Laboe wieder eine Skaterbahn. Auf allgemeinen Zuspruch im Ausschuss stieß auch der Antrag von Schulleiterin Claudia Telli, Schulsozialarbeit an der Schule einzuführen. Denn die Veränderungen in der Gesellschaft brächten es mit sich, dass soziale und emotionale Unterstützung auch im Schulbereich notwendig seien. Das allerdings könnten die Lehrkräfte so nicht leisten. Möglich wäre auch, das Jugendzentrum mit einzubeziehen. Denkbar seien Einzelfallhilfe, aber auch Gruppenarbeit. Hierfür sei aber eine Fachkraft nötig. In der späteren Beschlussfassung sprach sich der Ausschuss dafür aus, einen Schulsozialarbeiter/in zunächst für ein Jahr befristet einzustellen. „Was soll anstelle des abgerissenen Gebäudes I entstehen?“ Über diese Frage haben sich auch Claudia Telli und ihre Kollegen Gedanken gemacht und sind zu einem eindeutigen Schluss gekommen. Claudia Telli sprach sich dafür aus, die frei gewordene Fläche wie schon ursprünglich einmal geplant als Parkfläche für die Lehrkräfte zu nutzen und außerdem einen Schulgarten anzulegen, um den Grundschülern die Natur möglichst praktisch nahezubringen. Sie folgte damit einem Beschluss, den die Gemeindevertretung schon einmal vor einigen Jahren gefasst hatte. Nötig werde der Parkplatz schon deshalb, so Telli, weil der ursprünglich als „gemeindeeigen“ ausgewiesene Parkplatz neben dem Jugendzentrum mittlerweile nicht mehr als solcher beschildert sei und deshalb auch gerade Urlauber den Parkplatz ständig nutzten. In der vergangenen Zeit hatte man sich in Laboe über unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten, etwa für einen Mehrzweckbau, unterhalten. Probleme bereitet der Abriss des Gebäudes der Schule insofern, als Teile als Abstellraum für Hausmeister-Gerätschaften genutzt wurden. Mit Wegfall des Abstellraumes können Geräte und Handwerkszeug nur notdürftig an anderen Stellen gelagert werden. Telli schlug vor, an einem Hang in Richtung Schulstraße eine Art Garage zu bauen. Über fleißige Leser freute sich schließlich Gemeindebücherei -Leiterin Renate Bast-Christ in ihrem Bericht. 2014 konnte man 17.522 Entleihungen verzeichnen, darunter 13.925 der so genannten „Print“-Erzeugnisse und 3.597 Hörbücher oder DVD’s. Insgesamt konnte man 2014 nur eine leichte Zunahme an Entleihungen verzeichnen. Die Erwachsenen leihen sich allerdings weniger Bücher aus, was Bast-Christ nicht zuletzt auf die E-Books zurückführt. Die Kinderbücher erfreuen sich dagegen wachsender Beliebtheit, und insbesondere CD’s sind bei den Kleinen heiß begehrt. Beim vergangenen Bücherflohmarkt konnte man die Rekord -Einnahme von 700 Euro verzeichnen. Und im kommenden Jahr gibt es einen guten Grund zum Feiern, denn die Gemeindebücherei wird 40 Jahre alt. Mit einigen Diskussionen und Änderungen wurde schließlich auch die Verwaltungs- und Benutzerordnung des Freya-Frahm- Hauses beschlossen. Das sollte zwar Anfang Mai wieder für unterschiedliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen, ist aber auf einem guten Weg. Die Ausschussmitglieder nutzten die Gelegenheit, um dem Förderverein für sein Engagement in einem ehemals noch sehr maroden Haus zu danken.
Quelle: Probsteier Herold

 

 

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