Bürgermeisterwahl ohne große Favoritin

Laboe. Nun ist es amtlich: Wenn sich die 25 Gemeindevertreter in Laboe am Mittwoch, 6. Mai, 19 Uhr, in der Cafeteria der Laboer Grundschule zu ihrer öffentlichen Sitzung treffen, wird eine neue ehrenamtliche Bürgermeisterin gewählt werden. Allerdings gibt es auch Stimmen aus politischen Fraktionen, die eine Umkehr zum Hauptamt fordern. Ein Antrag von der Fraktion Wir für Laboe (WfL) liegt vor. Doch bisher heißt die Marschrichtung Ehrenamt und dafür gibt es, wie berichtet, mit Ulrike Mordhorst (SPD) und Beeke Schöneich-Beyer (LWG) zwei Kandidatinnen. Beide hatten allerdings übereinstimmend gesagt, dass eine Kampfabstimmung vermieden und vor der Wahl bereits Mehrheiten ausgelotet werden sollen. Doch das scheint schwierig. SPD (5 Stimmen) und Grüne (6) favorisieren die SPD-Kandidatin. LWG (5), die WfL (2) sprechen sich für die LWG-Kandidatin aus. Dem Vernehmen nach neigen auch die Grünen Aktiven Laboe (3) dazu, Ulrike Mordhorst zu wählen, was Sprecher Martin Opp aber nicht bestätigen wollte. Er sprach sich auf Nachfrage aber dafür aus, den WfL-Antrag auf Hauptamtlichkeit unterstützen zu wollen: „Das wollen auch viele Laboer.“ Die CDU (4) favorisiert ebenfalls die Umkehr zum Hauptamt, bestätigte Ortsvorsitzender Hans-Helmut Lucht. Seine Fraktion werde sich zu einer ehrenamtlichen Kandidatin daher erst am Wahltag äußern. Pikanterie am Rande: Ein CDU-Vertreter ist der Vater der SPD-Kandidatin. asc

 Quelle: Kieler Nachrichten

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