Für Patienten in der Region

Jaqueline Nazareth setzt ihren Betrieb "Ambulante Krankenpflege laboe" auf mobile Datenerfassung, um die Arbeit effizienter zu machen. Foto asc

Laboe. Die Ambulante Krankenpflege Laboe ist ein starker Partner, wenn es um den Erhalt der Eigenständigkeit im Alter geht. Inhaberin und Managerin Jaqueline Nazareth setzt in ihrem Unternehmen auf digitale Datenerfassung, um die Arbeit noch effizienter gestalten zu können. 60 Mitarbeiter führt die Laboerin in ihrem Unternehmen. Sie versorgen Patienten in Laboe, Heikendorf und umliegenden Gemeinden. Einen großen Schritt hin zu neuen Strukturen hatte die neue Chefin bereits im vergangenen Jahr umgesetzt. Sie bildete Pflegeeinheiten, die sie nun im zweiten Schritt zu echten Teams optimieren will. Denn es sei wichtig, dass die Pflegeteams nicht nur zu den Patienten passen, sondern auch untereinander harmonisch und ergänzend zusammenarbeiten. Einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Optimierung stellt die digitale Datenerfassung dar. Und so funktioniert es: Jede der 20 parallel laufenden Touren im Pflegealltag bekommt ein Smartphone, auf dem alle Daten erfasst sind und erfasst werden. Mittels einer speziellen Software (App) kann jeder Mitarbeiter auf die Daten von Patienten, Ärzten, Angehörigen zugreifen, ein Einsatztagebuch führen und so nahtlos seine Arbeit an den nächsten Kollegen übergeben. „Einfacher werden damit auch die Abrechnungen über die Pflegekassen“, hofft Nazareth. „Wir haben dafür richtig investiert“, erklärt sie. Dazu zählte die Hardware, also 20 Smartphones, sowie die Software und ein Wartungsvertrag. „Ich erhoffe mir davon eine große Erleichterung in der Arbeit“, so die Chefin. Ihre Mitarbeiter seien sehr offen dafür und würden nun speziell geschult. Eines betont die Managerin allerdings: Die Stoppuhr-Funktion des Systems habe man bewusst ausgeschaltet, um keinen Zeitdruck zu erzeugen. „Wir rechnen nach Leistung und nicht nach Zeit ab“, erklärt Jaqueline Nazareth. Aktueller Schwerpunkt sei auch die Umsetzung des neuen Pflegestärkungsgesetzes, das seit 1. Januar gilt. Es schaffe ein wenig mehr Spielraum, so Nazareth. „Um die Pflege zu Hause besser zu unterstützen, wurden die Leistungen für die häusliche Pflege erhöht. Auch der monatliche Höchstbetrag für die Erstattung von Hilfsmitteln wurde von 31 auf 40 Euro erhöht“, nennt sie zwei Beispiele. Allerdings gebe es aufgrund des bürokratischen Dschungels noch erhebliche Unsicherheiten bei der Anwendung. So komme es bei den Kassen oft zu widersprüchlichen Aussagen. asc _ Ambulante Krankenpflege Laboe, Jaqueline Nazareth, Oberdorf 18a, Laboe, Tel. 0172- 4151324. 

Quelle: Kieler Nachrichten

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