Die Laboerin Molly Sue Horn startet heute bei „The Voice Kids“ in die nächste Runde

Zu Hause in Laboe wird aus der „The Voice Kids“-Molly Sue wieder die 14-jährige Schülerin, die sich gerne um Dobermann-Welpe „Coco“ kümmert. Foto Stoltenberg

 

Laboe/Berlin (pst) Schon einmal trat Molly Sue Horn bei „The Voice Kids“ an. Beinahe hätte ihr ihre Nervosität einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber die so genannten „Coaches“ erkannten das außergewöhnliche Gesangstalent der heute 14-Jährigen und gaben ihr eine „Wild Card“. Die ermöglicht es Molly Sue ohne den langen Bewerbungsvorlauf auch wieder am Freitag auf der Bühne in Berlin zu stehen. Denn die Schülerin mit der außergewöhnlichen Stimme hat sich bis zur dritten „Blind audition“ vorgesungen und hat sich zusammen mit 80 anderen jungen Gesangstalenten gegen Tausende von Bewerbern durchgesetzt.

Auch in Laboe stand Molly Sue schon auf der Bühne: zuletzt war sie beim Weihnachtsfeuer zu sehen und vor allem zu hören. Aber ihren ersten Auftritt hatte sie schon mit vier Jahren in einem Zirkus. Molly Sue: „Ich habe eigentlich schon immer gesungen.“ Zugute kam ihr dabei, dass sie sich Texte sehr gut merken kann. Auf die Idee, sich bei „The Voice Kids“ zu bewerben, wurde sie ausgerechnet durch ihre Schule gebracht. Molly Sue: „Meine Lehrer in der Toni Jensen Gemeinschaftsschule unterstützen mich sehr.“ Das ist auch wichtig, weil die talentierte Neuntklässlerin bis zum Finale im April noch einige Unterrichtsstunden verpassen wird. Am heutigen Freitag tritt Molly Sue bei ihrer dritten „Blind audition“ an. Die heißt so, weil die Coaches (die Jury) mit dem Rücken zu den jungen Sängern sitzen und erst buzzern und sich umdrehen, wenn sie von der Sangesleistung begeistert sind. Danach werden Teams gebildet, die jeweils einen Coach als eine Art Paten haben. Und der wiederum muss in weiteren Runden entscheiden, wer von seinen Schützlingen die Stimme schließlich vorne hat. In der Jury sitzen die Sänger Lena Meyer- Landrut, Johannes Strate von „Revolverheld“ und Mark Forster. Von Nervosität ist bei Molly Sue inzwischen gar nichts mehr zu spüren. Denn, so die 14-Jährige: „Ich freue mich einfach, dass ich auf der Bühne stehen darf.“ Denn mittlerweile hatte Molly Sue die Wartezeit bis zur nächsten Staffel von „The Voice Kids“ genutzt, um professionellen Gesangsunterricht zu nehmen und bei der einen oder anderen Gelegenheit vor Publikum zu singen. Von ihren Eltern wird sie unterstützt – von übertriebenem Ehrgeiz kann aber gar keine Rede sein. Denn Molly Sue weiß ganz genau, was sie will und nicht will. Zugute kommt ihr dabei die intensive Betreuung durch das „The Voice“-Team. Zu dem gehören neben Gesangscoaches auch Psychologen, die genau darauf achten, dass hinter den jungen Gesangstalenten keine überehrgeizigen Eltern die Fäden ziehen. Molly Sue: „Auch als ich damals erstmal ausgeschieden war, wurde ich weiter eingeladen, bekam ein Wochenende in einem holländischen Freizeitpark.“ Mit ihren 14 Lenzen gehört die Laboerin beinahe schon zu den Jungsenioren unter den „The Voice Kids“-Kandidaten. Denn die dürfen sich bereits ab einem Alter von acht Jahren bewerben. Molly Sue hat sich ganz bewusst für „The Voice“ als Format entschieden. Denn die Jury sei auch bei den erwachsenen Kandidaten jederzeit fair und nicht so hart wie etwa bei „Deutschland sucht den Superstar“. Wenn Molly Sue am Freitag wieder auf der Bühne steht und zur dritten „Blind audition“ startet, kann sie auch sicher sein, dass sich eigens für sie wieder viele Laboer in einer Bar versammeln, um mitzufiebern. Denn nicht nur in ihrem Heimatort hat sie mittlerweile viele Menschen, die sie unterstützen. Auch im Internet, in dem sie bei „YouTube“ in Videos zu sehen und zu hören ist, bekommt Molly Sue viel Zuspruch, aber auch so manch einen gemeinen Kommentar. Über die ärgert sich die 14-Jährige aber schon gar nicht mehr. Am liebsten hört Molly Sue, die an der Schule in einer A Cappella-Band singt und in einer Cheerleader-Gruppe aktiv ist, „alles, was so in den Charts ist“. Bei ihren Gesangsauftritten achtet die Laboer Schülerin ganz wie ein Profi darauf, dass ihre Songs einen eigenen, unverwechselbaren Charakter haben. Und wenn sie gerade mal nicht singt, dreht die Schülerin gerne Videos und macht Fotos mit Freunden. Oder sie beschäftigt sich mit ihren Haustieren. Sollte sie sich tatsächlich auf den ersten Platz singen, dann weiß Molly Sue auch schon, was sie mit dem Gewinn von 15.000 Euro macht, denn: „Ich würde erst mein Abitur machen und das Geld für meine Ausbildung nutzen.“ Und weil die Laboerin alles andere als naiv an ihren Berufswunsch herangeht, möchte sie sich an einer renommierten Akademie in Amerika oder England zur Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin ausbilden lassen. Denn dass das Showgeschäft kein Zuckerschlecken ist, weiß sie genau. Und wenn sie diesmal nicht im April im Finale landet, dann gibt es immer noch die Möglichkeit, sich später bei „The Voice“ für ältere Gesangstalente zu bewerben, um schon mal „auf einer großen Bühne zu stehen und die Menschen mit meiner Stimme zu berühren“.  

Quelle: Probsteier Herold

 

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