Umbau des Hafengeländes in Laboe vor dem Ende

Mit einer Horizontalspülbohranlage wird unter dem Hauptkanal hindurch gebohrt, um den Anschluss zu gewährleisten. Foto: Schmidt

Laboe. Der letzte große Abschnitt beim Umbau des Hafengeländes nähert sich dem erfolgreichen Abschluss. Bauleiter Konstantin Wulkow: „Ich bin ganz zufrieden mit dem Baufortschritt. Das große Problem des Regenwasserkanals konnten wir lösen.“ Bis Ende nächster Woche soll das Gelände weitgehend neu gepflastert sein. Vor allem im Bereich Entwässerung waren während der Bauarbeiten immer wieder Überraschungen zu Tage getreten. Unter anderem war eine Quelle aufgetaucht, die aus einem alten Brunnen in Höhe der Bushaltestelle entstanden war. „Den alten Überlauf haben wir jetzt abgefangen, verrohrt und an den bestehenden Regenwasserkanal angeschlossen, sodass das Wasser nun kontrolliert in das Hafenbecken abgeleitet werden kann“, erklärt Schulz-Wulkow. Für Aufsehen sorgte unter anderem der Einsatz des Horizontalspülbohrers einer Kieler Firma mit einer Reichweite von 100 Metern. Mit dessen Hilfe wurde eine neue Trinkwasserleitung unter dem Hauptregenwasserkanal mit einem Durchmesser von 1,40 Meter hindurch verlegt. Die genaue Anschlussstelle wurde unterirdisch mit einer Bohrsonde vermessen. „Wir können im Zehn-Zentimeter- Bereich genau arbeiten“, erklärte Bauleiter Kay Trost. Die in Laboe eingesetzte Anlage sei eine kleinere, andere Anlagen könnten Bohrungen bis zu 2000 Meter in der Horizontalen mit einem Durchmesser bis 1800 Millimeter vornehmen. Zum Einsatz komme die Anlage beim Unterführen von Autobahnen, Straßen, Fluss- oder Bahnquerungen und auch bei der Verlegung von Gehwegen, um die Oberflächen zu schonen, erklärte Trost. Notwendig wurde die neue Frischwasserleitung in dem Bereich, um die Versorgungssäulen an der Hafenkante und auf dem Veranstaltungsplatz mit Trinkwasser zu speisen. Zusätzlich, so Schulz- Wulkow, wurde auch ein neuer Abwasserkanal verlegt, um das Schmutzwasser der Fischräucherei ordnungsgemäß ableiten zu können. Die Baugruben werden nun Schicht für Schicht verfüllt und die etwa 800 Quadratmeter große Fläche abschließend gepflastert. Ende der nächsten Woche will Schulz-Wulkow dies abgeschlossen haben und mit den „Feinheiten“ beginnen. Der Einweihungstermin 2. Mai steht unverrückbar. Ein bitterer Wermutstropfen für ihn sei jedoch der jähe Tod von Bürgermeister Walter Riecken. „Wir hatten eine ungewöhnlich enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Fast täglich war er auf der Baustelle. Schade, dass er nun die Früchte seiner engagierten Arbeit nicht mehr selbst ernten kann“, sagte Schulz-Wulkow. asc

Quelle: Kieler Nachrichten

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