Bäderdreieck Schilksee, Kiel, Laboe

Torsten Stagars, Aufsichtsratsvorsitzender der Kieler Bäderbetriebs-GmbH, erläuterte die Entwicklung der Pläne für das neue Hörnbad, dessen Bau im April in Kiel beginnt

Laboe (PH) Das Thema Sanierung der Schwimmhalle in Laboe oder Neubau eines Hallenbades in der Probstei wurde am vergangenen Donnerstag quasi einmal von außen beleuchtet. Denn auf Einladung des Laboer Bürgermeisters Walter Riecken war Torsten Stagars in der Cafeteria der Grundschule zu Gast. Dort erläuterte er vor einer Reihe von Kritikern und Befürwortern des Laboer Hallenbades sowie Ortspolitikern den langen Planungsprozess für das neue Hörnbad, das in Kiel für rund 25 Millionen Euro als Sportund Freizeitbad entsteht. Im April werden dort die Pfähle gerammt, im Mai erfolgt der erste Spatenstich. Seine Vision: „Schilksee, Kiel, Laboe – ein Bäderdreieck in zukunftsorientierter Verantwortung“. Das gefiel den Zuhörern in der Mehrzahl, zu denen auch Umlandbürgermeister und Amtsvorsteher Wolf Mönkemeier gehörten. Eines stehe für Stargars fest: „Wenn man es wirklich will und wenn alle an einem Strang ziehen, dann kriegt man es hin“, sagte der Kieler Ratsherr und Sportpolitiker. Er wolle zwar den Laboern nicht sagen, was sie tun sollen mit ihrem Schwimmbad, aber so ganz konnte er sich dann praktischer Tipps und guter Ratschläge doch nicht enthalten: „Gehen Sie los, machen Sie ein schönes Konzept, suchen Sie Investoren, reden Sie mit ihren Nachbarn, holen Sie Leute ran.“ Er glaube fest daran, dass es funnktioniere. „Wenn man eine Idee wirklich träumt, dann kann man sie auch umsetzen“, appellierte er an alle Verantwortlichen im Raum. Denn so ein Bad mit Wellness, Anwendungen und Sportbecken, das der Region nicht nur gut tue, sondern auch ein Stück weit soziale Verantwortung der Politik sei, könne irgendwo in der Probstei stehen. „Es muss nicht in Laboe sein“, sagte Stagars. Der Bedarf sei groß, meinte er mit Blick auf den demografischen Wandel, der in allen Kommunen ein Umdenken erfordere. „Ich glaube, dass es funktioniert“, machte er immer wieder Mut. Dem war auch sein Ansinnen geschuldet, in Laboe „Hintergrundinformationen“ zu vermitteln. „Dann kann man vor Ort vielleicht besser miteinander reden“, so Stagars. Dabei habe es sich im gesamten Planungsprozess als hilfreich erwiesen, von Anfang an alle Interessengruppen mit einzubeziehen in die Diskussion, das Ganze auf ein breites Fundament zu stellen, erklärte der Sportpolitiker. Er wies darauf hin, dass das Hörnbad „kein Spaßbad, sondern ein Sport- und Freizeitbad“ sei. Mit einer Sauna und mit doppelt so viel Wasserfläche, wie Kiel bisher hatte. So könne man das Schulschwimmen für das östliche Umland abdecken, den anderen Teil übernehme Schilksee. Denn das Bad soll nach einhelliger politischer Meinung in der Kieler Stadtvertretung erhalten bleiben. Auch wenn es, ähnliche wie Laboe, einen Sanierungs- und Attraktivierungsstau gebe. Gleichwohl werde man jetzt zunächst zwei Millionen Euro in die Reparatur der Schilkseeer Halle stecken, um nach einigen Jahren für sechs Millionen das Bad, das ebenfalls mit Meerwasser gespeist wird, zu sanieren. Und wieder nannte er eine der Grundvoraussetzungen für den Erfolg: „Da sind sich alle einig.“ Keiner im Saal hatte an diesem Abend konkrete Lösungen für Laboe erwartet. Dort ist nun zunächst ein Gutachten in Aussicht, das die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Laboer Schwimmhalle unter die Lupe nimmt. Bürgermeister Riecken: „Die Aussicht auf Zuschüsse für das Gutachten scheint mir positiv.“ Gestellt wurde auch die Frage nach Kooperationsmöglichkeiten mit der Kieler Bäderbetriebsgesellschaft. Darauf konnte Stagars zwar keine konkrete Antwort geben, ausschließen wollte der SPD-Politiker das aber auch nicht.

Quelle: Probsteier Herold

Zurück