Wenn der kleine Drache zum Reiten seinen Schwanz ablegt

Bevor das Faschingsreiten beginnt, wird bei Goerke das traditionelle Gruppenfoto ohne Ponies gemacht. Foto: Stoltenberg

Laboe (pst) In der Faschingszeit ist manches anders. Da wundert es auch Keinen, wenn ein zweibeiniger kleiner Drache bekundet, dass er „lieber ohne Schwanz reitet“ oder wenn eine Fledermaus hoch zu Ross zu sehen ist. Neben dem kleinen Drachen und der Fledermaus waren aber auch Indianer, Prinzessinnen und Käfer gekommen, um am traditionellen Faschingsreiten der Reitschule Goerke teilzunehmen. Im Kostüm aufgesessen wird bei Goerke schon seit vielen Jahren am Sonntag vor Rosenmontag. Rund 30 kostümierte Reitschüler unterschiedlicher Altersklassen waren gekommen, um zuerst einmal ihr Können und das ihrer Ponies zu zeigen. Traditionell werden dafür von Burgunde Goerke die geduldigsten Vierbeiner ausgesucht. Und die ließen sich mal wieder weder von Blitzlicht noch Kinderliedern aus der Ruhe bringen. Der jüngste Teilnehmer unter den reitbegeisterten Zweibeinern war etwas über drei – der älteste 18 Jahre alt. Beim Faschingsreiten ging es aber nicht darum, wer schneller laufen, höher springen konnte oder in der Dressur die meisten Punkte holte. Pferd und Reiter sollten einfach gemeinsam Spaß haben und am Ende eine der selbst gebastelten Medaillen mit nach Hause nehmen, die Jana Stender beigesteuert hatte. In vier Abteilungen führten Fledermaus und Co. aber erstmal vor, was sie in der Reitschule Goerke in der vergangenen Zeit alles gelernt haben. Und natürlich ließen es sich auch die Eltern nicht nehmen, ihre Kinder hoch zu Ross in Augenschein zu nehmen. Aber auch bei Spielen wie dem Schubkarrenrennen oder dem Ententanz war der körperliche Einsatz der jungen Kostümierten gefragt. Im Anschluss an das Faschingsreiten durfte gemeinsam geschlemmt und geklönt werden. Denn die Eltern hatten mit ihren selbst gebackenen Kuchen- und Tortenkreationen für ein reich bestücktes Büffet gesorgt.

Quelle: Probsteier Herold

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