Probleme gehen über das Lernen hinaus

Voraussichtlich im Sommer könnte das Erdgeschoss des Frey-Frahm-Hauses für Veranstaltungen unterschiedlichster Art genutzt werden. Foto Stoltenberg

Laboe (pst) Die Lehrkräfte in der Grundschule müssen verstärkt auch erzieherische Aufgaben übernehmen. Denn, so Schulleiterin Claudia Telli: „Die Probleme gehen deutlich über das Lernen hinaus.“ Deshalb stellte sie den Antrag, ab dem kommenden Jahr mit Mitteln des Landes eine Fachkraft für Schulsozialarbeit auch in Laboe zu finanzieren. Der Bericht der Laboer Schulleiterin war aber nur ein Thema in der vergangenen Sitzung des Kulturausschusses „BSKS“. Zur Sprache kamen auch das Freya-Frahm-Haus und die Bilanz der Leiterin der Volkshochschule (VHS). 

 

Schon in vielen anderen Schulen in Schleswig-Holstein werden Fachkräfte für Schulsozialarbeit beschäftigt. Denn, so auch die Erfahrung von Claudia Telli und ihren Kollegen – es gibt nicht wenige Schüler mit Lernschwierigkeiten oder Problemen, sich in die Gruppe einzufügen. Hier können Schulsozialarbeiter ansetzen und auch mit den Eltern zusammen arbeiten. Denn, so Claudia Telli: „Für uns haben sich in den vergangenen Jahren völlig neue Aufgaben ergeben.“ Die Idealbesetzung für die Position, wäre, so Telli, ein Erzieher/in oder Diplom-Sozialpädagoge/in. Erfreuliches gibt es zu den Angeboten der offenen Ganztagsschule (OGTS) zu berichten. Denn die werden gut angenommen. So seien auch Jungs im Handarbeitskursus aktiv. Als besonderer Teilnehmermagnethabe sich auch der Kochkurs erwiesen. Und auch die Hausaufgabenhilfe werde rege genutzt. Insgesamt seien 104 Kinder in irgendeiner Weise in die Aktivitäten der OGTS eingebunden. Claudia Telli: „Das ist enorm.“ Allerdings müsse man auch erkennen, dass die Küche der Cafeteria langsam an die Grenzen ihrer Kapazität stoße. Gerade im Hinblick auf die Neubaugebiete müsse man langfristig auch an eine bauliche Vergrößerung denken. Claudia Telli bedankte sich noch einmal bei der Gemeinde, dass sie die Probleme mit dem defekten Feuermelder beseitigt hat. Telli: „Die Kinder fingen schon an, den Alarm nicht mehr ernst zu nehmen.“ Und auch Bürgermeister Walter Riecken hatte Einiges zu verkünden. Fassungslos waren Gemeinde und Büchereileitung darüber, dass drei Trickbetrüger die Handkasse der Gemeindebücherei gestohlen haben. Noch ist die Identität der Täter nicht bekannt. Und die Ferienbetreuung von Kindern und Jugendlichen soll ausgeweitet werden. Zusätzlich zum Ferienpass- Angebot werden OGTS und Jugendzentrum weitere Aktivitäten anbieten. Und auch Laboes Skater können in absehbarer Zeit am gewünschten Standort Fahrt aufnehmen. Allerdings muss der Spezialasphalt zwischen Mai und September – je nach Wetterlage – genug Gelegenheit zum Trocknen haben. Dann wird die Gemeinde sich mit zwei Skatern darüber beraten, welche Elemente sich am besten für Laboe eignen. Und auch die Angebote der VHS erfreuen sich weiterhin – je nach Thema – großer Beliebtheit. Allerdings mussten 40 Kurse aus Mangel an Beteiligung ausfallen. Insbesondere die Gesundheitsthemen seien gut angenommen. An der Laboer VHS sind derzeit in 150 Kursen 73 Dozenten aktiv. 70 Prozent der Teilnehmer sind Laboer, wobei die Frauen deutlich in der Mehrzahl sind. Da auch die technischen Ansprüche der Teilnehmer steigen, plant das Team der VHS künftig auch einen Facebook-Auftritt. Im Sommer will die VHS im Rahmen von „Fit & Aktiv“ wieder verstärkt mit dem Tourismusbetrieb zusammen arbeiten. Allerdings wünschen sich Marlis Bruse und ihr Team von der Gemeinde auch für den Außenbereich des Gebäudes einen zeitgemäßen Außenauftritt, der mit veralteter Rampe für Rollstuhlfahrer, zu wenigen Fahrradständern und Glasbausteinen so nicht mehr zu vereinbaren ist. Wie kaum zu übersehen, laufen die Arbeiten am Freya- Frahm-Haus auf Hochtouren. Bereits Ende Juni, Anfang Juli, soll das Erdgeschoss für Veranstaltungen genutzt werden. Insgesamt solle man jetzt die Zeit nutzen, um ein „ideelles Konzept“ zu erarbeiten. Und, so regte ein Ausschussmitglied an, der Förderverein solle verstärkt mit eingebunden werden. Denn dessen Mitglieder hätten zwei Jahre lang „trotz Widerständen und Abrissplänen ganz ordentliche Arbeit geleistet“. Angeregt wurde auch, das Frahm- Haus nicht zu einem „Durchgangshaus“ zu machen, für das man erst die Schlüssel beschaffen müsse, sondern es als „echte Perle nach außen strahlen zu lassen“. Die ursprünglichen Pläne für eine Stiftung mussten allerdings zwischenzeitlich begraben werden. 

Quelle: Probsteier Herold

 

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