Ein Kostümfest, das beim TVL die Generationen eint

Gespanntes Warten auf die Auslobung der gelungensten Kostüme. Foto Stoltenberg

 

Laboe –Beim Faschingsturnen des TV Laboe waren wieder viele kleine Besucher in den unterschiedlichsten fantasievollen Kostümen erschienen. Beim Turnverein Laboe hat das Faschingsturnen schon eine jahrzehntelange Tradition. Dementsprechend groß war der Ansturm in der Jenner-Arp-Halle. Rund 200 kleine Tiere, Piraten, Skelette und auch bunte Clowns nutzten das bunte Programm, um an den unterschiedlichsten Geräten zu turnen oder zu toben und sich zwischendurch mit einem Stück Kuchen oder Torte zu stärken. Eltern und Verwandte waren derweil damit beschäftigt, an den bereit gestellten Tischen den einen oder anderen Klönschnack zu halten. Das Faschingsturnen des TVL ist eine Veranstaltung, die die Generationen verbindet. Denn nicht selten waren schon die Großeltern als kleine Kostümierte in der Sporthalle am Toben, danach die Kinder und jetzt die ehemaligen Kinder als Erwachsene mit ihrem eigenen Nachwuchs. Auch die Familie Fleischfresser mit dem TVLVorsitzenden Karl-Christian Fleischfresser ist dem Laboer Turnverein schon so lange treu, dass Karl-Christian Fleischfresser nach seinen Kindern jetzt auch zusammen mit seiner Enkelin in der Jenner-Arp- Halle Fasching feierte. Und der Vorsitzende war natürlich wieder an seinem markanten Zylinder zu erkennen. Ein besonders oft gewähltes Kostüm war in diesem Jahr allerdings nicht vertreten. Allerdings bevorzugen viele der ganz kleinen Besucher Bienchen-, Schmetterlings- oder Käferkostüme. Die etwas größeren Kleinen sind sich durchaus bewusst, dass sie als Prinzessin im langen Kleid eine gute Figur machen. Wiederum Größere haben einen gewissen Mut zur Hässlichkeit und erschienen deshalb als Skelett oder kleines Teufelchen in der Jenner-Arp-Halle. Aber ob Piraten oder Indianer: alle freuten sich besonders darüber, beim Bonscherwerfen einige der begehrten Naschis ergattern zu können. Zwar hatte die Bonscherwurfmaschine beim diesjährigen Faschingsturnen vorübergehend ihren Dienst quittiert, für die Maschine sprangen dafür zweibeinige Bonscherwerfer ein. Ob nun die Prinzessin an den Ringen oder Skelett und Cowboy auf der Matte – beim Faschingsturnen geht es natürlich auch darum, die Jüngsten mit viel Spaß an die körperliche Ertüchtigung heran zu führen. Apropos Spaß: Auf die Vorführungen der professionellen Karnevalisten mussten die Anwesenden in diesem Jahr verzichten. Denn Prinzenpaar, Funkenmariechen und Kieler Karnevalskollegen nehmen ihr karnevalistisches Treiben derart ernst, dass sie im vergangenen Jahr auch recht streng blickten. Merke: Der Kieler Karneval ist eine ernste Angelegenheit. Gerne distanzieren sich die „Ahoi“-rufenden nördlichen Jecken von ihren Kollegen in den Hochburgen dadurch, dass sie eben keine „Kamelle“ (Bonscher, die Red.) werfen. Natürlich sind sie dabei auch irgendwie mit Spaß bei der Sache, statt ausgelassen zu toben, absolvieren die kleinen Kieler Narren schon mal ein hartes Trainings- und Terminprogramm. Und auch die kleinen Laboer Faschingsgäste trainieren fleißig für die eine oder andere Sportart – in der Jenner-Arp- Halle waren aber Toben und recht freestyliges Turnen angesagt. Der kleine Tiger hatte offenbar einen so großen Spaß am bunten Treiben, dass er erst noch die Auslobung der besten Kostüme abwarten wollte, bevor es ihn mit seinen Eltern wieder nach Hause zog. Aber erst einmal präsentierten sich die Kostümierten je nach verkörperter Figur auf dem „Laufsteg“. Dann belohnte Karl-Christian Fleischfresser die vier gelungensten Kostüme des Tages mit kleinen Preisen. Philine Stoltenberg 

Quelle: Probsteier Herold

 

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