Laboes Straßen sind in einem guten, mittleren und schlechten Zustand

Der Lammertzweg gehört zu Laboes Problemstraßen. Eine komplette Rundumsanierung würde geschätzte 200.000 Euro kosten. Foto: Stoltenberg

 

Laboe (pst) Die Arbeiten zur Neugestaltung des Hafenumfelds verlaufen weiterhin planmäßig. Das und anderes verkündete Bürgermeister Walter Riecken bei der ersten Sitzung des Laboer Bauausschusses im frisch angebrochenen Jahr. Und Ingenieur Hermann Levsen war gekommen, um im Einzelnen über den Zustand von Laboes Straßen zu informieren. Denn im Zuge der Straßenbeitragssatzung werden auch Anlieger sanierungsbedürftiger Laboer Straßen ihren Beitrag leisten müssen.

Wieviel für eine umfangreiche Sanierung investiert werden müsste, erläuterte Levsen an einigen jener Straßen, die als „schlecht“ eingestuft wurden. Schlechter als erwartet reagierte die neue Bepflasterung im Bereich Dellenberg/Hafenstraße. Zwar hatte man den Bereich deutlich später freigegeben, damit sich das Material festigen sollte – aber Nässe und Verkehrsbelastung sorgten dafür, dass die Verfugung nachgab und das Pflaster sich an einigen Stellen wieder aus der Decke hob. Aber hier konnte mit einem gröberen Verfugungsmaterial Abhilfe geschaffen werden. Zu anderen Schäden kam es durch die Stürme „Elon“ und „Felix“. Die hatten Mengen von Strandsand über die Sandbarriere und auf die neu gesäten Grasflächen getragen. Auch dieser Schaden wird behoben, wobei allerdings die eine oder andere Rose auf der Strecke bleiben könnte. Zügig verlaufen die Arbeiten am Hafenumfeld. Allerdings standen die neu angepflanzten Dachplatanen unter Wasser, weil die Drainagen noch nicht richtig funktionieren. Ansonsten rechnet man in Laboe damit, dass bereits im März – immer wenn das Wetter mitspielt – die meisten Arbeiten fertig gestellt sind. Denn am 2. Mai soll Eröffnung gefeiert werden. Laboes Skater werden sich allerdings noch etwas gedulden müssen. Und das liegt nicht etwa an einer böswilligen Verzögerungstaktik der Ortspolitiker, sondern an einem speziellen Asphalt, der für den Unterbau verwendet werden muss. Der gerät nur ideal, wenn er in der wärmeren Zeit im Bereich Mai bis Juli produziert wird. Die Hafenstraße wird in der kommenden Zeit zwar nur halb gesperrt, aber so Walter Riecken: „Trotzdem wird keiner durchkommen.“ Ursache dafür ist die Verlegung von Wasseranschlüssen. Laboes Straßen lassen sich in die drei Kategorien „gut, mittel und schlecht“ aufteilen. Das erläuterte Hermann Levsen anhand der jüngsten Bohrungsergebnisse. All jene Anlieger, die im guten Bereich wohnen, dürften sich, auch wenn sie noch jung sind, wohl keine Gedanken mehr über die kommende „Straßenausbaubeitragssatzung“ machen. Denn auch die Straßen, die in einem schlechten Zustand sind, werden die Fachleute und Kommunalpolitiker wohl noch in den kommenden Jahrzehnten beschäftigen. Greift die Satzung aber erstmal, könnten auf die Anlieger je nach individueller Situation schon mal stattliche „Beiträge“ zukommen. Insgesamt 17 Straßen innerhalb Laboes werden als „schlecht“ eingestuft. Hinzu kommen sechs Straßen der Kategorie „nach Kanalausbau“ und zwei der Kategorie „wassergebundene Befestigung“. Als schlecht eingestufte Straßen gelten jene, deren Unterbau zu wünschen übrig lässt. Teilweise sind auch die Bordsteine in einem maroden Zustand. Ein „großer Brocken“ ist beispielsweise der Buerbarg. Eine neue Asphaltdecke, neue Bordsteine und ein neues Pflaster würden rund 180.000 Euro kosten. Ebenfalls in einem sehr schlechten Zustand ist auch der Lammertzweg. Levsen: „Die Straße hat kaum noch Profil, die Nässe entweicht auf die Grundstücke.“ Flickschusterei würde in diesem Fall keine befriedigende Lösung bringen oder wie Walter Riecken es formulierte: „Die günstigste Lösung wäre wie bisher, wenn ein Loch da ist, einfach etwas reinzuschmeißen.“ Die idealste Variante, also eine professionelle Rundumsanierung, würde wiederum stolze 200.000 Euro kosten. Es gäbe noch eine günstigere, allerdings provisorische Variante, die rund 20.000 Euro kosten würde und bis zu zwölf Jahre halten könnte. Hermann Levsen gab allerdings zu bedenken, dass es in der Zwischenzeit immer wieder zu Unterhaltungsmaßnahmen kommen könnte. Jetzt muss aber kein Laboer befürchten, Hals über Kopf Teile seines Vermögens für die Straßensanierung opfern zu müssen. Denn, so Walter Riecken: „Dieses Problem wird noch die nächste Generation von Gemeindevertretern beschäftigen.“ Denn wenn die Gemeinde alle zwei Jahre eine der als „schlecht“ eingestuften Straßen grundsanieren könnte, wäre sie schon gut in der Zeit. Denn mit Planung, Abwicklung, Verkehrsproblematik und anderen hätte man diverse zeitaufwendige Faktoren zu berücksichtigen

Als schlecht wurden folgende Straßen eingestuft: Birkenweg, Grüner Ring, Friedrichstraße, Teichstraße, Wiesenweg, Im Stillen Winkel, Buerbarg, Bergfriede, Blauer Blick, Straße zum Sportheim, Steinkamp, Ostlandstraße 25 bis 41, Breslauer Weg, Königsberger Weg, Stettiner Weg, Teile des Schwanenwegs (von Brodersdorfer Straße bis Langensoll) und Brodersdorfer Weg 3 bis 9. (nach Kanal-Ausbau): Steiner Weg, Oberdorf, Prof. Munzer-Ring, Hafenstraße, Börn. (wassergebundene Befestigung): An der Mühle, Lammertzweg.

Quelle:  Probsteier Herold

 

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