Mensch und Tier aus brenzligen Situationen befreit

Bei der Feuerwehr Laboe hält man zusammen

 

 

Laboe (pst) Dass die Freiwillige Feuerwehr Laboe auch ein Herz für  Tiere in Not hat, hat sie ja schon in den vergangenen Jahren bewiesen.  Immer wieder sind es Vögel, die die Kameraden aus wie auch immer  gearteten Notsituationen retten müssen. Im vergangenen Jahr waren  es eine Ente in eisiger Bedrängnis und eine Möwe, die sich auf die Straße  verirrt hatte. Aber natürlich ist es weiterhin oberste Priorität bei  den Laboer Blauröcken, Menschen aus Notsituationen zu befreien.  Auch bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung ließ es sich der  stellvertretende Wehrführer und frisch gebackene Leiter der Landesfeuerwehr,  Volker Arp, seinen Rückblick mit einigen launigen Anekdoten  zu würzen. Vorher hatte bereits Wehrführer Kurt Jahn einen interessanten  Einblick in die vergangenen Aktivitäten der Wehr und die  Planungen für die Zukunft gegeben. Kurt „Kuddel“ Jahn war schließlich  auch unter den Geehrten des Abends

 Insgesamt 101 Mal musste die Laboer  Wehr im vergangenen Jahr zu den  unterschiedlichsten Einsätzen ausrücken.  Darunter waren neun Einsätze  außerhalb von Laboe. Acht Menschen  konnten aus lebensbedrohlichen Situationen  gerettet werden. Für einen  älteren Mann kam allerdings jede Hilfe  zu spät. 2014 mussten auch sechs  Kleinbrände gelöscht werden. Die Laboer  konnte einige Neuzugänge verzeichnen.  Unter denen ist auch Autohaus-  Geschäftsführer Stephan Matthiesen,  der seinen Kameraden schon  mal das eine oder andere Übungsauto  zur Verfügung stellte und stellt.  Insgesamt hat die Laboer Wehr 48  Mitglieder, liegt dabei aber immer  noch deutlich unter der Mindestzahl  von 63 Mitgliedern. Unter den Mitgliedern  sind fünf Frauen, die Laboer  Wehr hat 520 fördernde Mitglieder. In  der Jugendwehr sind derzeit 22 Nachwuchs-  Feuerwehrleute aktiv. Das  Durchschnittsalter in der Wehr beträgt  derzeit 32,7 Jahre.  Aber gerade der Nachwuchs ist es,  der Kurt Jahn und seinen Kameraden  Kopfzerbrechen bereitet. Kurt Jahn:  „Trotz massiver Mitgliederwerbung  fehlen uns immer noch 15 Leute.“ Einige  Kameraden der Wehr hatten sehr  viel Zeit in Banner- und sonstige Werbung  investiert. Aber aus der Mitgliederwerbung  will sich die Wehr erstmal  zurückziehen. Eine Ursache für das  Nachwuchs-Dilemma sieht Laboes  Wehrführer in der Tatsache, dass „Laboe  immer mehr zur Touristenhochburg  mit zum Teil sehr teurem Wohnraum  wird.“ Das wiederum schrecke  junge Leute ab, die sich derart teure  Preise nicht leisten könne. Hier sieht  Kurt Jahn auch die Politiker in der  Pflicht, lobte aber auch die sehr gute  Zusammenarbeit mit Bürgermeister  Walter Riecken, der auch zur Jahreshauptversammlung  gekommen war.  Jahn berichtete auch über die unterschiedlichen  Aktivitäten der Wehr  und die Tatsache, dass man zwar über  einen sehr guten Fuhrpark verfüge –  einige Fahrzeuge aber schon wieder  viele Jahre oder gefahrene Kilometer  auf dem „Buckel“ hätten. Und  schließlich standen die Beförderungen  und Ehrungen auf dem Programm.  Traditionell wird in Laboe  auch der Feuerwehrmann oder die  Feuerwehrfrau des Jahres ausgelobt –  in diesem Fall 2014.  Vom Jugendfeuerwehrmann zum  Feuerwehrmann wurden Niklas Lauer  und Kevin Reimers befördert. Vom  Feuerwehrmannanwärter zum Feuerwehrmann  steigerte sich Stephan  Matthiesen. Feuerwehrmann Lucas  Koslow darf sich künftig Oberfeuerwehrman  nennen. Hauptfeuerwehrmänner  sind künftig auch Lasse Kummer  und Fabian Lemke. Maximilian  van Cauwenberghe stieg ebenfalls  vom Ober- zum Hauptfeuerwehrmann  auf. Und Chris Nebendahl wurde  vom Hauptfeuerwehrmann zum  Hauptfeuerwehrmann*** befördert.  Geehrt wurden Oberfeuerwehrman  Per-Christian Cornehl, Löschmeister  Ulrich Harms und Hauptfeuerwehrmann***  Chris Nebendahl für zehnjährige  Mitgliedschaft. Seit 20 Jahren  ist Oberlöschmeister Thorsten Pickel  seiner Freiwilligen Wehr treu. Löschmeister  Ernst-Johannes Röhling ist  seit 30 Jahren bei der Wehr. Und Wehrführer  Hauptbrandmeister*** Kurt  Jahn ist seit 40 Jahren in der Wehr.  Das entsprechende Abzeichen bekam  er aber noch nicht, weil er mit  zwölf und nicht 16 Jahren in die Wehr  eintrat. Und schließlich wurde auch  der Feuerwehrmann des Jahres 2014  geehrt. Wegen seines unermüdlichen  Engagements für die Laboer Wehr  wurde Oberfeuerwehrmann Lucas Koslow  2014 zum Feuerwehrmann des Jahres ernannt.  Quelle: Probsteier Herold   

 

 

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