Ostseebad Laboe: Seniorenbeirat steht nicht mehr zur Wahl

 

Laboe –Denn eigentlich hatten sie ein ehrenwertes Ziel vor Augen: Mit der Gründung eines Seniorenbeirates wollten sie das Ortsgeschehen mit zahlreichen aktiven Senioren mit gestalten. Im Januar sollte der Seniorenbeirat gewählt werden. Das ist jetzt hinfällig, denn noch bevor der Beirat gegründet wurde, bekundete die Interessengemeinschaft Seniorenbeirat und somit Scheffler und Röttgering stellvertretend, dass man für eine Wahl nicht zur Verfügung stehen werde. Anders gesagt: „Der Seniorenbeirat wirft nicht das Handtuch“ – dazu hätte er erstmal aktiv werden müssen – sondern, wie die Interessengemeinschaft es formuliert: „Uns wird der Nährboden für eine neutrale und effektive Seniorenarbeit entzogen.“ Was war passiert? Nun, man könnte es einen typischen Laboer Vorgang nennen: 14 engagierte Laboer der Generation 60+ beschließen, sich aktiv für das Ortsgeschehen zu engagieren und die Gemeindevertretung hat erstmal nichts dagegen. Eben jene Senioren haben lange Vorarbeit geleistet, mit dem Landesseniorenrat und dem zuständigen Ministerium eine für diesen Fall völlig normale Mustersatzung eingereicht. Und diese wurde dann in einer der Sitzungen auseinandergenommen, in wesentlichen Punkten verändert und schließlich wurde der Satzung zugestimmt. Nur handelte es sich nach Ansicht der Interessengemeinschaft nicht mehr um ihre Satzung, sondern um die der Gemeindevertreter. Anfänglich war geplant, sieben bis neun Senioren am politischen Geschehen aktiv teilhaben zu lassen – der Gemeinde war das zu viel. In ihrer Satzung hatten die engagierten Senioren eine bescheidene Vergütung festgelegt. Die Gemeindevertreter und Mitglieder des BSKS-Ausschusses wollten die Vergütung aber in der Art über die Kostenstelle geregelt wissen, dass, so Hans Joachim Scheffler, „wir jeden Bleistift hätten einzeln beantragen müssen“. Aber noch mehr ärgert es den so verhinderten Seniorenbeirat, dass die dringend empfohlene Nichtwählbarkeit abgelehnt wurde. Unter dem Strich bedeutet das, dass auch Gemeindevertreter der Altersgruppe 60+, Ausschussmitglieder und Vertreter sonstiger Parteien Mitglied im Beirat werden könnten. Und dementsprechende Interessen wurden auch geäußert. Diese Entscheidung aber widerspricht einer wesentlichen Zielsetzung des nicht entstehenden Seniorenbeirates, „unabhängig und parteipolitisch neutral“ in Erscheinung zu treten. Kurzum: Nach Ansicht der Interessengemeinschaft wurde das Vorhaben auf die lange Bank geschoben, die Gesprächsbereitschaft wurde ignoriert. Lediglich die Fraktionen „WfL“ und „GAL“ hätten sich zustimmend geäußert. Philine Stoltenberg 

 

 

Zurück